Amazon Prime Video-Nutzer müssen sich auf Änderungen einstellen: Wer in Zukunft Inhalte in gestochen scharfer 4K-Auflösung genießen möchte, muss dafür tiefer in die Tasche greifen. Amazon führt nämlich ein neues, teureres Abonnement-Modell ein, bei dem 4K-Streaming nicht mehr im Standard-Abo enthalten ist.
Konkret bedeutet das: Bisher war der Zugriff auf 4K-Inhalte Teil des regulären Prime Video-Angebots, das für Prime-Mitglieder inklusive war. Nun wird ein zusätzliches "Ultra"-Abo benötigt, um Filme und Serien in der höchsten verfügbaren Auflösung zu sehen. Dieses neue Abo schlägt mit einem Aufpreis von 5 US-Dollar pro Monat zu Buche, verglichen mit dem werbefreien Basis-Abo, das bereits teurer geworden ist. Ursprünglich betrug der Aufpreis für die werbefreie Option 3 US-Dollar, jetzt sind es 5 US-Dollar.
Was bietet das "Ultra"-Abo konkret? Neben dem 4K-Streaming (inklusive Dolby Vision Unterstützung) erhöht Amazon auch die Download-Kapazität von 25 auf 100 Titel. Außerdem können Nutzer des "Ultra"-Abos bis zu fünf Streams gleichzeitig nutzen, anstatt der bisherigen drei. Ob diese zusätzlichen Features den Preisaufschlag rechtfertigen, muss jeder Nutzer selbst entscheiden. Für Familien mit mehreren Nutzern oder Personen, die häufig unterwegs sind und Filme und Serien herunterladen, könnte sich das Upgrade lohnen.
Die Entscheidung von Amazon, 4K-Streaming aus dem Standard-Abo zu entfernen, dürfte bei vielen Prime-Mitgliedern für Unmut sorgen. Schließlich zahlen diese bereits eine monatliche oder jährliche Gebühr für ihre Prime-Mitgliedschaft und erwarten, dass sie im Gegenzug Zugriff auf alle verfügbaren Inhalte in der bestmöglichen Qualität haben. Nun werden sie gezwungen, entweder auf 4K-Inhalte zu verzichten oder ein zusätzliches Abonnement abzuschließen.
Es bleibt abzuwarten, wie die Nutzer auf diese Änderung reagieren werden. Denkbar ist, dass einige Prime-Mitglieder ihre Mitgliedschaft kündigen und sich nach Alternativen umsehen. Andere werden bereit sein, den Aufpreis für das "Ultra"-Abo zu zahlen, um weiterhin Filme und Serien in 4K genießen zu können. Die Konkurrenz im Streaming-Markt ist groß, und Anbieter wie Netflix, Disney+ und Apple TV+ buhlen ebenfalls um die Gunst der Zuschauer. Es wird spannend zu sehen, ob Amazon mit dieser Preispolitik langfristig erfolgreich sein wird. Die Einführung des neuen Abonnementsystems begann am 10. April für Kunden in den USA. Ob und wann diese Änderungen auch in Deutschland umgesetzt werden, ist noch nicht bekannt.
Amazon Prime Video: 4K kostet bald extra!
14.3.2026
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