Nintendo of America hat die US-Regierung, einschließlich des Finanzministeriums, des Ministeriums für Innere Sicherheit und der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde, wegen ihrer Zollpolitik verklagt, wie Aftermath berichtet. Der Videospielriese hatte bereits im August 2025 die Preise für die Nintendo Switch aufgrund von veränderten "Marktbedingungen" erhöht, den Preis für die neuere Switch 2-Konsole aber bisher unverändert gelassen.
Die Klage von Nintendo, eingereicht beim US Court of International Trade, beruft sich auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs vom Februar, das eine Entscheidung eines niedrigeren Gerichts bestätigte, wonach die globalen Zölle der Trump-Regierung rechtswidrig waren. Konkret geht es um Zölle, die auf Importe aus verschiedenen Ländern erhoben wurden und die nun rückwirkend in Frage gestellt werden. Die Argumentation stützt sich auf die fehlende rechtliche Grundlage für die Einführung dieser Zölle durch Exekutivanordnungen.
Nintendos Anwälte argumentieren, dass das Videospielunternehmen durch die "rechtswidrige Ausführung und Auferlegung" von "nicht genehmigten Exekutivanordnungen" und die Gebühren, die Nintendo bereits für den Import von Produkten in das Land gezahlt hat, "erheblich geschädigt" wurde. Im Kern geht es darum, dass Nintendo die Rechtmäßigkeit der angewandten Zollpolitik anzweifelt und die daraus resultierenden finanziellen Belastungen als ungerechtfertigt ansieht. Das Unternehmen macht geltend, dass die Zölle ohne ausreichende rechtliche Grundlage erhoben wurden und somit eine unzulässige Belastung darstellen.
Als Reaktion darauf fordert das Unternehmen eine "unverzügliche Rückerstattung mit Zinsen" der gezahlten Zölle. Dies unterstreicht die Entschlossenheit von Nintendo, die entstandenen finanziellen Schäden zu kompensieren und ein Exempel zu statuieren, um zukünftige unrechtmäßige Belastungen zu verhindern. Eine erfolgreiche Klage könnte weitreichende Konsequenzen für andere Unternehmen haben, die ebenfalls von den Zöllen betroffen waren.
„Wir können bestätigen, dass wir einen Antrag eingereicht haben“, sagte Nintendo of America in einer kurzen Stellungnahme. Die Klage ist ein deutliches Signal an die US-Regierung und zeigt, dass Nintendo bereit ist, seine Rechte juristisch durchzusetzen, um sich gegen ungerechtfertigte finanzielle Belastungen zu wehren. Es bleibt abzuwarten, wie das Gericht entscheiden wird und welche Auswirkungen dies auf die zukünftige Handelspolitik haben wird. Der Ausgang des Verfahrens wird nicht nur für Nintendo, sondern auch für andere internationale Unternehmen von Bedeutung sein, die ähnlichen Zöllen ausgesetzt waren. Die Klage könnte einen Präzedenzfall schaffen und die Möglichkeiten für Unternehmen erweitern, sich gegen ihrer Meinung nach unrechtmäßige Handelsbeschränkungen zu wehren.
Nintendo verklagt US-Regierung wegen Zölle
8.3.2026
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